Selbstsabotage

Selbstsabotage: Sabotierst du dich und dein Leben? 9 Anzeichen

Selbstsabotage ist das bewusste oder unbewusste Handeln in eine blockierende Richtung, die dich von deinem maximalen Wohl und Glück abhält. Viele Glaubensmuster, Prägungen aus der Kindheit, Erfahrungen aus dem Erwachsenenleben, das soziale Umfeld, aber auch einzelne Ängste sind Grund dafür, dass du stagnierst, in schwierigen Situationen feststeckst oder deine Ziele nicht erreichst.

In diesem Blogpost beschreibe ich die 9 Anzeichen, dass du dich selbst sabotierst.

 

so blockierst du dich selbst  

Was ist Selbstsabotage genau und wie entsteht sie?

Selbstsabotage sind blockierende Muster im Fühlen-Denken-Handeln, die in allen Lebensbereichen auftauchen können, in denen du noch nicht nach deiner Essenz lebst. Selbstsabotage zeigt sich am stärksten in der Liebe, im Beruf/der Selbstständigkeit und bei einzelnen Zielen für dich als Mensch, Frau, Tochter, Freundin und ggf. Mutter.

Sie resultiert bei uns allen daraus, dass wir einen sehr guten, meist aber unbewussten Grund haben, etwas nicht auszuleben — auch wenn es uns vom Glück, Erfolg oder Veränderung abhält. In der Psychologie nennt sich dieses Phänomen „sekundärer Nutzen“. Dieser sekundäre Nutzen meint Folgendes: Du profitierst aus der Erfahrung, auch wenn sie negativ für dich ist. Auch wenn du deine Ziele nicht erreichst, nützt es dir. Denn wenn du sie nicht erreichst, hast du vielleicht weniger emotionalen Stress in deinem sozialem Umfeld oder du kannst nicht versagen oder du bedienst unbewusst deine Glaubenssätze. Und genau das ist es, was uns prokrastinieren lässt und von unseren Herzenszielen abhält. Das ist der Nutzen unserer Selbstsabotage.



selbstsabotage Anzeichen

Hat dich Selbstsabotage im Griff? 9 Anzeichen, dass du dich sabotierst

Es gibt sehr viele Wege, wie wir der Selbstsabotage erliegen. Die neun Wichtigsten stelle ich dir jetzt vor.

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Selbstsabotage Nr. 1: Du überarbeitest dich kontinuierlich.

Niemals langt es. Du glaubst, immer mehr und mehr geben und tun zu müssen, bis es reicht. Bis du ausreichst und gut genug bist. Bis du deinen eigenen Erwartungen gerecht geworden bist. Aber das geschieht fast nie, oder? Und hier beginnt oft der Teufelskreis.

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Selbstsabotage Nr. 2: Du prokrastinierst.

Oder schiebst du wichtige Aufgaben und Entscheidungen vor dich her? Aufschieberitis erwischt uns dann, wenn wir zum Beispiel Angst zu versagen oder Angst vor Erfolg haben, weil das, was wir damit verbinden, auch negative Erlebnisse mit sich bringen kann. Also, tun wir lieber gar nichts … Dann kann auch nichts Schlimmes (oder Schönes) geschehen, womit wir uns auseinandersetzen müssten.

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Selbstsabotage Nr. 3: Du bittest nicht um Hilfe, sondern machst alles allein.

Frauen sind besonders vom Gedanken betroffen, alles allein schaffen und machen zu müssen. Der Grund ist oft derselbe: Wegen emotionaler Vernachlässigung in ihrer Kindheit lernten sie früh, dass sie auf sich allein gestellt wären. Umso stolzer – paradoxerweise – sind sie, wenn sie auch alles auf eigene Faust machen und schaffen. Und leider umso enttäuschter und gestresster sind sie, wenn sie spüren, wie aufreibend und isoliert es sich anfühlt. Dass niemand für sie da wäre, wenn es hart auf hart kommt, dass sich nie jemand um sie bemühen und kümmern würde, begleitet sie mental ihr ganzes Leben.

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Selbstsabotage

Selbstsabotage Nr. 4: Du vergleichst dich mit anderen.

In unserer heutigen Welt geht es ununterbrochen ums Bessersein, denn nur wer aus der Masse heraussticht, ist scheinbar gut genug. Studien haben besonders bei Frauen gezeigt, dass die Anwesenheit von als schöner empfundenen Frauen in einer Prüfungsstituation hau schlechteren Ergebnissen führte. Allein das zeigt, was es heißt, heute eine Frau zu sein: Denn sowohl Erziehung und Aufwachsen, Botschaften der Medien und gesellschaftliche sowie zeitgeschichtliche Anforderungen rund um Figur, Beziehungsstatus, Karriere & Co. sagen uns subtil und doch laut, wer wir und wie wir zu sein haben. Und sonst? Entsprächen wir nicht den Erwartungen. Dementsprechend herrschen teils sogar Kämpfe unter Frauen, Mobbing und Gehässigkeit – alles, um emotionalen Wert aus einem äußeren Status heraus zu erhalten. Doch das Innere vieler Frauen liegt brach. Ihnen fehlt Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen – daraus resultierend Selbstwert und Selbstliebe.

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Selbstsabotage Nr. 5: Du willst perfekt sein.

Umso verständlicher ist es, dass Frauen zu Perfektionismus neigen – sowohl mit ihrem Körper, ihrer Karriere, dem Liebesleben und ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Je perfekter sie sind, umso unantastbarer und sicherer scheint es ihnen. Umso weniger Makel und Ecken sie haben, umso eher sind ihnen Bedeutung und somit Beziehungen sicher. Ergo, umso weniger Alleinsein und Traurigkeit sowie Schuld und Scham meinen sie fühlen zu müssen.

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Selbstsabotage Nr. 6: Du suchst nach der maximalen Kontrolle.

Je mehr du kontrollieren kannst, umso sicherer fühlst du dich? Der Gedanke, du könntest wieder Unsicherheit, Hilflosigkeit und Wehrlosigkeit – meint: Ohnmacht – spüren, macht dir Angst? Kontrolle ist eine Illusion, das weißt du sicher. Und doch versuchen wir alle auf unsere eigene Art und Weise, unser Leben zusammenzuhalten. Schwierig wird es, wenn unser soziales Umfeld oder gar Partner aus der Reihe tanzen oder sich Situationen, die wir für sicher hielten, plötzlich als unsicher herausstellen. Die folgende Des-illusion-ierung und Enttäuschung führen oft zu einer Reaktivierung alter Traurigkeit und Wut.

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Erwartungen entsprechen

Selbstsabotage Nr. 7: Du setzt kaum Grenzen.

In den sozialen Medien heißt es immer wieder: “Setz Grenzen!” Aber was heißt das eigentlich? Wenn wir keine Grenzen setzen, fällt es anderen leicht, dich für ihr Interesse zu nutzen. Wieso? Weil du deine persönlichen Grenzen – “Bis hier hin und nicht weiter! – nicht gezeigt hast. Nur wenn wir Grenzen setzen, können wir anderen ihren Handlungsrahmen und somit Spielraum demonstrieren. Zeigen wir sie ihnen nicht, können sie ergo nicht wissen, was uns wichtig ist, welche Standards wir haben, nach welchen Werten wir leben und somit, welche Bedürfnisse wir haben. Je durchlässiger oder grenzenlos wir uns geben, umso unzufriedener werden wir. Das ist oftmals die Konsequenz aus Verlustangst und Angst vor dem Alleinsein.

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Selbstsabotage Nr. 8: Du tust dich schwer mit Lob und Kritik.

Wen wundert es da, da Frauen aufgrund ihres andauerndes inneren und teils äußeren Kampfes sowohl Schwierigkeiten mit Lob und Kritik haben? Entweder sie waren schon wieder oder immer noch nicht gut genug oder das Lob fühlt sich “unwahr” an. Denn hätten sie es verdient, müssten sie nichts mehr leisten, sowohl in ihren emotionalen Anpassungen als auch in ihren Leistungen in Familie, Partnerschaft und im Beruf. Dass sie per se nichts leisten müssten, können Frauen oft nicht glauben, wird ihnen doch von der Gesellschaft, ihrer Familie und oft auch Partner etwas anderes suggeriert. Zumindest ihre innere Stimme, ihr innerer Kritiker, zieht mit ihnen stets vor Gericht.

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Selbstsabotage Nr. 9: Du unterdrückst deine wahren Gefühle.

Was nach all dem sicher und anhaltend vielversprechend erscheint, ist Anpassung und Verstecken ihrer wahren Gefühle und Gedanken, Bedürfnisse und somit ihres wahren Ichs. Eben diese Schleifen eliminiere ich in meinen mehrmonatigen Mentorings, damit sich Frauen endlich wieder wie sie selbst fühlen und ein Leben leben können, das sich auch nach ihnen anfühlt. Oder um es mit Eleanor Roosevelts Worten zu sagen: “Es ist dein Leben, wenn du es zu deinem Leben machst.”

Melde dich gern für ein unverbindliches Kennenlerngespräch, wenn auch dein Leben aktuell fremdgesteuerter ist, als du es dir wünschst, oder du dich fremd in deinem eigenen Dasein fühlst >>

Diese Zeichen der Selbstsabotage können wie gesagt in allen Lebensbereichen auftauchen. Je nachdem, wo du dein wahres Ich aus einem vermeintlich gutem Grund unterdrückst, handelst du konditioniert. Doch nur dein echtes Ich hilft dir langfristig zu Wohlgefühl und Erfolg.

Alles Liebe
Deine Janett

 

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