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3 Schlüssel, wie du dein Selbstvertrauen stärken kannst

Ich coache nun schon seit ein paar Jahren und das Wichtigste, was ich gelernt habe – sowohl für mich als auch für meine Kunden – ist, dass inneres Vertrauen der Schlüssel zu allem ist. Wir nennen es Selbstvertrauen. Wie du dein Selbstvertrauen stärken kannst und einige Übungen, findest du in diesem Artikel.

 

Kann man sein Selbstvertrauen stärken, wenn man seit Jahren Selbstzweifel hat?

Es gibt alle möglichen Strategien, Denkweisen, Verhaltensmuster und praktische Tipps, um dein Leben zu verbessern und dich besser zu fühlen. Aber sie sind alle überflüssig, wenn das Fundament nicht vorhanden ist. Dieses Fundament ist dein wahres Ich, das Selbst nach Jung, von dem du tief im Inneren weißt, dass du es bist. Ich lehre es all meinen Frauen in meinem New Woman Mentoring Programm, weil es die eine Basis ist, die unangreifbar ist.

Leider sind wir seit unserer Sozialisation in jungen Jahren immer mehr zu einem Ich geworden, das wir als Ego bezeichnen. Es soll uns schützen, aber macht oft mehr Ärger als Gutes. Der Trick ist Selbstvertrauen. Du brauchst es, um dein echtes Selbst zu finden und herauszuschälen. Nur dort liegt die Antwort auf die Frage, wer du bist. Das erfordert Mut – oder dass du die Pappen satt hast ;-).

 

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Hier sind die drei Schlüssel zu echtem Selbstbewusstsein und ergo Selbstvertrauen

Du kannst dir nur dann vertrauen, wenn du dir deines Selbst bewusst geworden bist und es für gut hältst. Hier sind die drei wesentlichen Faktoren, die du für ein unerschütterliches Ich – ein starkes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein – kennen und einhalten solltest:

 

1. Lerne deine Werte kennen

Persönliche Werte sind eine große Leidenschaft von mir und ich lasse mich oft hinreißen, wenn ich über sie spreche. Ich entschuldige mich aber nicht dafür – sie sind eines der wichtigsten Dinge, die eine Frau über sich selbst wissen kann. Sie sind entscheidend, um echtes inneres Vertrauen zu fördern und beizubehalten.

Deine Werte befinden sich zehntausend Fuß tief in deinem Inneren, genau im Kern dessen, was du bist. Sie sind die Bausteine, die Fundamente und Eckpfeiler für dich. Ein Wert ist etwas in dir selbst, in anderen oder in der Welt, das für dich am wichtigsten ist, und könnte zum Beispiel Glaube, Fortschritt/Weiterentwicklung, Familie, Spaß/Abenteuer, Natur, Harmonie, Leistung, Verbundenheit oder Freiheit sein.

Warum lassen dich manche Menschen und Situationen wütend, frustriert, demotiviert oder ängstlich zurück? Es liegt daran, dass einer oder mehrere deiner Werte verleugnet, unterdrückt oder verdrängt wurden – und das erleben wir als eine negative Erfahrung, weil es ein fundamentales Stück in dir verleugnet – von dem, was du bist. Erinnerst du dich noch an die Zeiten, in denen du dich wirklich lebendig, stark oder aufgeregt gefühlt hast? Das waren Momente, in denen einer oder mehrere deiner Werte gelebt wurden. Du kannst diese Momente zurückholen, wenn du wieder beginnst, deine Werte in dein Leben zu integrieren.

Deine Werte gehören dir. Egal, was passiert: Niemand kann sie dir je wegnehmen. Du kannst absolutes Vertrauen in sie haben, denn sie sind die ganze Zeit da und warten nur darauf, dass du sie bemerkst und nutzt. Wenn du deine Werte kennenlernst, kannst du Entscheidungen treffen und dein Leben nach ihnen auszurichten. Es ist so einfach und fühlt sich großartig an, denn es braucht nur deine Erlaubnis. Lass zu, dass das, was du bist, auch in deiner realen Welt lebt.

 

2. Kenne deine wahren Bedürfnisse und Grenzen

Alle Belastungen bis hin zu psychischen Störungen wie anhaltende Angstzustände, depressive Episoden, Zwangs- und Essstörungen usw. kommen daher, dass die Bedürfnisse eines Menschen unerfüllt sind.

„Unerfüllte Bedürfnisse erkennt man am Gefühl der Leere trotz äußerer, scheinbarer Fülle. Sie äußern sich als Sehnsüchte, in Träumen oder als Drang, etwas unbedingt tun zu müssen oder (haben) zu wollen.“ So „können sich Selbstwertängste, Schuld und Scham, Traurigkeit und Wut über diesen Mangel melden.“ (Menzel, 2020, TRIAS)

Die essentiellen Bedürfnisebenen sind:

  1. Physiologische/existentielle Bedürfnisse (Nahrung, Wasser, Sauerstoff, Licht, Vitamine, Mineralien, erfüllte Sexualität, Bewegung, angenehme Temperatur, Ruhe, Schlaf, Abwesenheit von Krankheiten und Schmerzen)
  2. Sicherheitsbedürfnisse – Bedürfnis nach Schutz & Sicherheit (lebenssichernde Umgebung, Stabilität, Struktur, Ordnung, gesunde Grenzen (auch stellvertretende Lösungskompetenz))
  3. Soziale Bedürfnisse – Bedürfnis nach Liebe und Zugehörigkeit (Freiheit von Einsamkeit und sozialen Ängsten, Erleben von Freude und nährenden Bindungen, die Geborgenheit einer Familie (ggf. Kinder), eine gesunde Partnerschaft, das Gefühl einer gleichgesinnten Gemeinschaft)
  4. Individualbedürfnisse – Bedürfnis nach Achtung und Selbstachtung (Erleben von Geltung, Respekt, Status, Ruhm, Ehre, Macht, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Leistung und Kompetenz frei ausdrücken können, persönliche Freiheit, Unabhängigkeit erleben, Selbstvertrauen und Selbstwert empfinden)
  5. Selbstverwirklichung – Bedürfnis nach Wachstum (Selbstfindung, -ausdruck, -verwirklichung, Leben in Authentizität: Wachstum, Sinn, Lebenszweck, Empfinden eines Selbst, Potenzialentfaltung und Ausleben dieser, Erleben eines höheren Guts, dienen können/dürfen, sich gesellschaftlichen/weltlichen Diensten hingeben, Vermächtnis)

Bedürfnispyramide

Je höher man seine Bedürfnisse auf der Pyramide als erfüllt einschätzt, desto besser sind die Grundbedürfnisse gedeckt. Je mangelhafter sie sind, desto eher manifestieren sich Krankheiten (laut Maslow). Bedürfnisse verschwinden nicht einfach so; sie werden höchstens verdrängt, abgewehrt und in deinen Schatten verbannt, wo sie sich auf unangenehmere Weise zeigen.

Aus deinen Bedürfnissen ergeben sich ebenso Grenzen und deine Begrenztheit. Grenzen sind Standards, die du festlegst, um dich im Leben gehalten und orientiert zu fühlen. Was dürfen andere? Wie weit bist du bereit zu gehen? Wo hört der Spaß auf? Was duldest du – was nicht?

Deine Begrenztheit wiederum ist die Gewahrwerdung deines eigenen Vermögens: Wo hören deine Kompetenzen auf? Wo beginnt es psychisch und physisch bzw. körperlich-geistig-seelisch schmerzhaft zu werden? Was überfordert dich? Mit schmerzhaft ist nicht gemeint: Was ist deine Komfortzone? Schmerzhaft meint: Stopp!

 

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3. Übe dich stetig

Vertrauen ist ein Muskel, und wie jeder Muskel musst du ihn trainieren, damit er nicht schrumpft und verkümmert. Das Problem ist, dass im Gegensatz zum Bizeps oder Bauchmuskel dein Selbstvertrauen-Muskel schwieriger zu finden sein kann. Wie baust du deinen Bizeps auf oder straffst deine Gesäßmuskeln? Indem du Übungen machst, die darauf ausgelegt sind, diesen Muskel über einen gewissen Zeitraum zu trainieren, bis du die Ergebnisse siehst, die du suchst.

Genauso verhält es sich mit dem Selbstvertrauen. Sagen wir, du gehst nicht viele Risiken ein, tust jeden Tag, was getan werden muss und machst es gut, aber vermeidest  Anstrengung. Du redest dir vielleicht Handlungen selbst aus, weil sie zu beängstigend sind oder weil du dir denkst: „Ich bin nicht gut genug“, „Das bin ich nicht“ oder „Ich schaffe das sowieso nicht“. Viele Menschen leben innerhalb dessen, was sie kennen und was sie sicher und bequem empfinden – die Komfortzone. Je weniger Risiken sie eingehen, desto weniger selbstbewusst müssen sie sein und desto weniger selbstbewusst werden sie.

Um deinen Selbstvertrauensmuskel zu trainieren, musst du bereit sein, Risiken einzugehen – große und kleine. Du musst bereit sein, dich in eine ungewohnte Richtung zu strecken, etwas Neues auszuprobieren oder etwas auf eine andere Art zu versuchen. Du musst dich für die Möglichkeiten um dich herum öffnen und dich dazu bekommen, das zu erweitern, was du weißt, was du tust und wer du bist. Je offener du für Risiken, Chancen und Möglichkeiten bist, desto selbstbewusster wirst du sein – und desto mehr Selbstvertrauen entwickelst du. Denn jede Handlung wird Feedback von außen zu dir bringen, das dich erneut bestärkt: Komplimente, Erfolge, Stolz und andere Glücksgefühle.

Es wird viel gutes Feedback geben und manchmal weniger gutes. Doch lass dich nicht davon abhalten. Wir machen alle Fehler. Nur im Bewusstsein, dass Lernen dem Prinzip Trial-and-Error folgt (Hinfallen, Aufstehen und Krone richten), wird deinen Selbstvertrauensmuskel stärken.

Was wirst du tun, um ihn zu trainieren?

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